Am 17.Juli 2010 fanden unsere ersten Demonstrationen statt – in Berlin, London und Kopenhagen.
Rasch folgten andere Organisationen, die mit uns zusammen, ebenfalls ihren Protest Ausdruck verleihen wollten – so beispielsweise in Utah, Montreal und London (Ontario, CN).
Am 18. September 2010 folgten weitere Demonstrationen in Paris und Wien.
Schaut Euch unser Video an (rechtes Bild).


Und nächstes Jahr wird‘s richtig groß! 


Aktionsbericht – Kanada-Haus, London (UK)


Um das ganze Ausmaß der Zerstörung und Umweltverschmutzung des kanadischen borealen Nadelwaldes in Alberta aufzuzeigen, ließ sich eine junge Frau mit einer kanadischen Rose in der Hand und auf der kanadischen Flagge sitzend von einem Mann mit Shell-Hut mit blutrotem Öl übergießen.
Um die 50 Demonstranten hatten sich an jenem Tag zur Mittagszeit vor dem Grundstück des obersten Vertreters des kanadischen Premiers in Großbritannien versammelt und hielten Banner, Protestplakate und Flatterband mit der Aufschrift „Climate Crime Scene“ in die Höhe.
Bei ihrer Ankunft mussten die Demonstranten feststellen, daß anders als gewöhnlich nun Sicherheitskräfte auf der Vorder- und Rückseite des Gebäudes postiert waren – ebenso ein Polizist.
Zunächst startete die Demo also am Eingang der Pall Mall und gab dem „gluck, gluck, gluck-Team“ die Möglichkeit, sich vorzubereiten. Dann wurde in einer Blitzaktion der Standort gewechselt und vor dem Haupteingang besagte junge Frau mit Öl übergossen.
 

 


 



Aktionsbericht – Botschaft von Kanada, Berlin (D)


„Es ist, als würde man am Teppich saugen, um auch noch an den letzten Tropfen Bier zu kommen, das auf der Party gestern abend dort verschüttet wurde.“ sagt der Veranstalter der Berlin-Demo für den Stopp der Teersandförderung.
„Kanada muß grün bleiben! Stoppt die Teersandförderung!“ riefen die über 100 Teilnehmer der Berlin-Demo am 17.Juli 2010 vor der kanadischen Botschaft. Um die Aufmerksamkeit für ihr Anliegen zu erhöhen, spielten sie zusammen mit den angesprochenen Passanten „Teersand-Twister“ und „Teersand-Beachvolleyball“. Außerdem gab es als kleine Showeinlage für die vielen Touristen am geschäftigen Potsdamer Platz eine kurze „Stand-up Comedy“ über die Ölkonzerne, die am Abbau der Teersande beteiligt sind.


„Ich glaube an die Kanadier. Sie werden die richtige Entscheidung treffen, um die Teersandförderung zu stoppen – diesem wohl größten Umweltdesaster auf dem Planeten.“ kommentiert Derek Leahy, ein in Berlin lebender Kanadier, der die Idee zu der Demonstration hatte.
„Ich liebe die kanadische Naturlandschaft. Es ist einfach schrecklich, was sich dort mit dem Abbau der Teersande abspielt.“ äußert sich der aus Berlin stammende Jendrik Terasa, welcher selbst eine Zeit lang in Kanada gelebt hat. „Das, was dort passiert, geht nicht nur die Kanadier an. Auch Deutschland ist am Raubbau in Alberta, Kanada, beteiligt, denn deutsche Firmen finanzieren die Teersandprojekte und liefern das technische Know-how.“


Weiterhin sagt er: „Die Zerstörungskraft der Teersandförderung ist weit dramatischer als die des Lecks im Golf von Mexiko. Dennoch fließen weiter Milliarden an Euros, um neue Förderanlagen in Kanada in Betrieb zu nehmen.“
Collin North, ein junger in Berlin lebender Kanadier erklärt, daß er an der Demonstration teilnehme, weil er später nicht zu jenen gehören möchte, die nichts gegen die Teersandförderung in seiner Heimat unternommen haben. „Was werden wohl die Leute in 50 oder 100 Jahren über uns denken, und über das was wir dem Planeten wider besseren Wissens angetan haben?“ sagt er.


North fasst den ersten Internationalen „Stoppt die Teersande“-Tag in Berlin wie folgt zusammen: „Ein großartiger Tag – unterhaltsam und informativ. Das war ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“
 

 



Und aus Kopenhagen, die Vorderseite der dortigen Botschaft von Kanada:

 


 

Utah, USA

 


Paris

 

…und vor dem Hauptquartier der Royal Bank of Canada in London, Ontario

 


Wien

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